Minigolf WM 2019 in Bamberg


Weltmeisterschaft der Gehörlosen/ Schwerhörigen vom 24 - 27.04.2019 in Bamberg

von Katja Klahold-Schön

Für die 2. Weltmeisterschaft der Gehörlosen/ Schwerhörigen konnten sich Frank Simon und ich direkt qualifizieren. Leider konnte Frank Simon aus Urlaubsgründen nicht daran teilnehmen.

So fuhr ich am Donnerstag den 25.04. um 6 Uhr los und war pünktlich zu Beginn um kurz vor 9 am Minigolfplatz in Bamberg. Nach der Akkreditierung und einiger Geschenke des Minigolfvereins Bamberg (u.a. einen Minigolfball und Wertbons für alle 3 Tage) bekam ich meine Sportkleidung vom DSSV. Nachdem ich umgezogen war und meine Ausweiskarte an der Sportkleidung befestigt hatte ging es bei herrlichem Wetter zum Training auf den Platz.

Hier stellte sich raus das Vieles anders und viel schwieriger war wie beim Training, auch merkte man wer viel Training investiert hat.

Um 14:30 Uhr beendeten wir das Training, da uns der Minigolfclub Bamberg zu einer Schifffahrt auf der Regnitz eingeladen hatte.

Zurück auf den Platz wurde noch einiges abgeklärt für den kommenden Tag, dann ging es zum Hotel. Alle deutschen Teilnehmer übernachteten im selben Hotel.

Um 19:00 Uhr hatten wir noch eine Besprechung, wo Reinhard Schmiedl uns alles Wichtige mitteilte und Fragen über Fragen beantwortete. Auch wurde hier die Startaufstellung bekannt gegeben. Ich startete in Team 7 mit einer Italienerin zusammen.

Um 20:45 Uhr waren endlich alle Fragen beantwortet und wir konnten mit knurrenden Mägen zum Essen aufbrechen und danach ins Bett verschwinden, um fit für den nächsten Tag zu sein.

1. Turniertag

 Am 26.04. hieß es um 6:30 Uhr frühstücken und um 7:30 Uhr fuhren wir los zum Minigolfplatz. Von 8:00 Uhr bis 8:45 Uhr konnte man noch ein wenig trainieren, dann folgte die Begrüßungsrede. Pünktlich um 9:00 Uhr startete Team 1 auf Bahn 1. Es wurde im „Kettenstart“ gestartet. Eine Anzeigetafel vor Bahn 1 und eine Tafel vor der Aufenthaltsecke der Spieler zeigte an welches Team spielt und welches Team sich zu Bahn 1 begeben musste, um als nächstes zu starten. Auf Bahn 1 durfte man einen Probeschlag machen, wenn man wollte.

Es gingen Teams aus Russland, Schweden, Italien, Portugal, Österreich und Deutschland an den Start. Leider bekam das Team aus Ghana kein Visum und konnte nicht teilnehmen.

Das Ergebnis der Mitspielerin wurde immer in ein Handy eingegeben und von der Mitspielerin bestätigt. Bereits nach den ersten Bahnen merkte ich, dass meine Mitspielerin sehr stark war. Dieses spornte an, um wenigstens ab und zu auf manchen Bahnen besser zu sein.

Nach Bahn 18 wurde das Handy an die Turnierleitung abgegeben und jeder musste nochmal sein Ergebnis unterschreiben. Dann hatte man kurz Pause, bevor wieder Team 7 auf der Anzeigetafel erschien.

Leider fing es gegen 15 Uhr an zu regnen. Wir warteten, ob es wieder aufhörte, aber leider tat uns der Himmel den Gefallen nicht. Um kurz nach 16 Uhr wurde nach 3 Runden abgebrochen. Einige befanden sich schon in Runde 4 und mussten dort dann am nächsten Tag weiterspielen. Ich hatte das Glück das direkt vor meinen Beginn auf Bahn 1 abgebrochen wurde.

Wir fuhren dann zurück zum Hotel und jeder hatte Zeit für sich. Um 18 Uhr herum ging ich mit den Vaihingern zum Essen, wo wir auch auf die Hamburger trafen. Um 22:30 Uhr war ich im Bett verschwunden.

2. Turniertag

Heute frühstückten wir um 7:30 Uhr und fuhren um 8:20 Uhr zum Minigolfplatz. Nach einer kurzen Begrüßung wurde pünktlich um 9:00 Uhr mit Runde 4 begonnen. Der Himmel war zwar unbeständig, aber es war erstmal trocken. Ich musste dann sofort auf Bahn 1 beginnen. Diese Runde lief sehr gut, in Runde 5 hatte ich dann wegen etwas Aufregung eine ganz schlechte Runde. Die 6. Runde lief dann wieder ganz gut. In Runde 5 traf dann auch Thomas auf dem Platz ein als Zuschauer. Etwas später waren dann auch Birgit und Christian da. Über diese Unterstützung aus den eigenen Reihen habe ich mich total gefreut. Nach der 6. Runde war ich eigentlich davon ausgegangen, dass für mich das Turnier beendet war. Dann kam der Oberschiedsrichter und sagte, dass ich mich bereit machen solle, da ich gleich das Halbfinale bestreiten müsste. Dieses verlor ich leider auf den letzten beiden Bahnen um 3 Schlägen.

Es folgte nun das Halbfinale der Männer und leider fing es immer mal wieder an zu regnen, so dass es immer wieder zu kleinen Unterbrechungen kam. Das Halbfinale konnte dann noch zu Ende geführt werden, aber das Finale musste leider ausfallen. Es zählten dann die Platzierungen des Halbfinales.

Gegen 17 Uhr fuhren wir dann zurück zum Hotel um uns frisch zu machen und für den Abschlussabend fertig zu machen. Um 18:30 Uhr starten wir ins 8 km entfernte Frensdorf, wo die Abschlussfeier stattfand. Thomas nahm auch hier teil, Birgit und Christian sind leider wieder heimgefahren.

Es war eine sehr schöne gemütliche Feier, wo auch Herr Hörmann (Präsident Deutscher Olympischer Sportbund) und Herr Zimmermann (Minigolf Weltverband) anwesend waren. Beide waren bereits am Nachmittag auf dem Minigolfplatz und überreichten am Abend die Pokale. Zu allen Siegern wurde die jeweilige Nationalhymne gespielt. Ein Gänsehautmoment wenn man nach vorne geht.

Nach der Siegerehrung und vielen Fotos gab es ein reichhaltiges Buffet und anschließend Kaffee und Kuchen, hier gab es dann genug Zeit zum Austausch. Um 23:30 Uhr fuhren wir zurück zum Hotel.

Am Sonntag nach reichhaltigen Frühstück trat ich gegen 10:00 Uhr die Heimreise an.

Es war eine wunderschöne Weltmeisterschaft, die perfekt organisiert war.

Für mich wird es immer ein unvergessliches Erlebnis bleiben, mit ganz vielen wunderschönen Stunden.

Ich hoffe dieses irgendwann mit mehr Teilnehmern aus Kassel teilen zu können.

Mit Platz 6 im Einzel und dem Vizemeistertitel in der Mannschaft bin ich hoch zufrieden.


SSC Kassel e.V.